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ÜBERSIEDLUNG
Anfang des Jahres erfuhr ich (alleinerziehend, 2 Kinder) kurzfristig, dass ich   inner­halb von 3 Monaten ein neues Heim finden und umziehen muss. Doch wie sollte ich
neben Arbeit und Familie, das neue Haus adaptieren, putzen, siedeln und zugleich mein Altes räumen?
Allein bei dem Gedanken fühlte ich mich überfordert. Unsere Familie war ja zuge­zogen und über all die Jahre des Alleinerziehens hatten wir fast keine näheren Kontakte.
Als großer Segen erwies sich das Generationen-Netzwerk, von dem ich mir zuvor schon ab und an Hilfe geholt hatte. Neben tatkräftiger Hilfe habe ich viel positive, emotionale Unterstützung erfahren und fühlte mich vom Netzwerk wirklich getragen und eingebunden- wie in einer „freiwilligen Familie“.

Da gab es ein Frauenfrühstück morgens um 7:00 Uhr ehe vor dem Umzug geputzt wurde, gute Stimmung beim Übersiedeln und Unterstützung mit handwerklicher Hilfe beim Einrichten. Auch das Netzwerk am neuen Wohnort hat prima funktioniert!
Ich bin für diese liebevolle Form der Unterstützung sehr dankbar und zitiere meinen Sohn (15):“ Wenn ich erwachsen bin, möchte ich auch in so einem Netzwerk sein. Alle die da waren, waren mit Freude dabei, hilfsbereit und haben das, was sie getan haben, wirklich gern getan.“


Sterbebegleitung meiner Mutter:
Vor 15 Jahren kamen Papa und Mutti zu uns nach St. Marienkirchen. Papa war nach einem Schlagan­fall 3 Jahre ein Pflegefall. Mutti war schwer herzkrank (3 Infarkte) und deshalb sehr ängstlich. Als vor 2 Jahren meine Schwiegermutter (war 3 Jahre mit Alzheimer und Parkinson bei uns in Pflege) starb, ging es mit Mutti bergab. Sie wollte auch sterben. Sie war appetitlos und wurde immer dünner. Sie war trotz ihrer Depressionen immer nett und freundlich, blieb aber keine Minute mehr allein. Sie hatte es sehr gerne, verwöhnt und unterhalten zu werden. Wir taten das sehr gerne, weil wir sie unsagbar liebten. Wir gingen gemeinsam durch Höhen und Tiefen.
Ein Herzanfall nach dem anderen kam. Sie wurde immer schwächer und hatte nur noch 35 kg. Wir litten unsagbar mit ihr. Am 1. Adventsonntag hatte sie dann einen Schlaganfall. Sie kam für 1 Woche ins Krankenhaus und es ging ihr sehr schlecht. Da sie zu Hause sterben wollte, holten wir sie heim. Es war sehr anstrengend und traurig. Sie konnte nicht mehr schlucken und reden, wollte immer aufstehen und war doch zu schwach.

Nach einer Woche Tag und Nacht Schmerzen und ohne Schlaf waren wir alle fix und fertig. Ich konnte nur noch weinen und brach schließlich total erschöpft zu­sammen. In dieser Not erzählte mir eine Freundin vom Generationen-Netzwerk. Ich rief dort an und wurde verstanden und ermutigt und getröstet. Ich fühlte mich das 1.Mal in den 15 Jahren aufge­fangen und getragen. Ich bin so dankbar für die Hilfe von euch, weil ich keine Kraft mehr hatte.

Die Dame, die bei Mutti den Nachtdienst machte, war sehr nett und kompetent und ich vertraute ihr total. Ich konnte endlich mit ein paar Schlaftropfen die ganze Nacht schlafen. Dadurch hatte ich wieder genug Kraft um Mutti beizustehen auf ihrem letzten Weg. Wir waren alle bei ihr, als sie am 8. Dezember zu Gott heimkehrte. Danke nochmals für die Soforthilfe!    S.B.



Schiunfall:
13.4.2008:  Sonntag nachmittag – der Schnee auf der Piste war weich von der Wärme der Sonne. Ich fuhr den letzten Abhang nach Obertauern hinunter. Auf einem Mugel wollte ich nach rechts drehen – die Schi fuhren links weiter – ein Sturz. Diagnose: 4 facher Bruch des Schienbeins und Wadenbeins, sowie ein ausgedrehter Knöchel. Es folgten eine Operation mit Verplattung und Verschraubung, 3 Monate Krücken und insgesamt eine halbjährige Ausheilphase.
Die Situation zu Hause: Ab sofort 3 unversorgte Kinder – Anruf bei der Caritas und Ersuchen um den Einsatz einer Familienhelferin. Spontaneinsätze sind dort fast unmöglich. So wurde für mich erst nach zwei Wochen eine frei. Der Druck stieg: Neben der zu erwartenden Operation die Frage, wer kocht, wer wäscht, wer versorgt meine Kinder?

Vieles davon erledigte mein Freund.  Aber auch bei ihm kehrte nach einer Woche Urlaub der Alltag ein. So organisierte ich mir beim Generationen-Netzwerk jemanden, der kochte und jemanden, der mir die Wäsche machte. Für mich war das eine riesige Erleichterung und es funktionierte ganz unproblematisch. Ich zahlte mit Zeitgutscheinen und jetzt, wo ich wieder gesund bin, kann ich diese herein arbeiten. Zudem entwickelten sich für mich einige Freundschaften im Netzwerk und ich lebe im Gefühl der Dankbarkeit, dass es so eine Einrichtung gibt. C.K.



Warum bin ich beim GNW:
Für mich sind zwei wesentliche Kriterien ausschlaggebend, die mich motivieren, beim Generationen-Netzwerk Mitglied zu sein.
1. Ein ergänzendes Tauschsystem zum bestehenden Währungssystem mit meiner Mitgliedschaft zu fördern, ist für mich einen Art  Zukunftsvorsorge. Um zukunftstauglich eine Zeitbank aufzubauen, bedarf es vieler Mitglieder, die wohlwollend, unter anderem mit dem Mitgliedsbeitrag, den Boden bereiten, damit das junge Pflänzchen wachsen und Früchte tragen kann. Auch die Möglichkeit über Elektronik-Banking den Tausch abzuwickeln, ist eine gute Kombination des Tauschen der Waren mit dem Einsatz der neuen Medien. Hier verbindet sich soziales Engagement mit systematischer Professionalität.
2. Für mich als berufstätige Frau mit einer großen Familie, ist es eine große Erleichterung zu wissen, dass ich ohne viel Aufwand auf einen Pool von Menschen zugreifen und mit deren Unterstützung rechnen kann, in Zeiten, wo ich meine Zeit knapp ist, z.B. bei Familienfesten oder wenn ich krank bin.  Andererseits jedoch, wenns bei mir ruhig ist, bringe ich meine Zeit ein, indem ich für andere Torten backe, beim Frühlingsputz helfe oder was sonst gebraucht wird und ich gerne tue.

Es geht hier nicht nur darum, eine Arbeit zu erledigen - es geht um vielmehr:
Zu Zweit macht die Arbeit mehr Spass, es nimmt den Druck alleine vieles schaffen zu müssen und fordert uns auch, Unterstützung in Anspruch zu nehmen, das ist wesentlich schwieriger als selbst Hilfe zu leisten. Wenn ich als Einzelne darauf achte, dass ich einbringe und auch in anspruchnehme, dann funktioniert das ganze System und alle haben davon einen Nutzen.
Ich bin stolz darauf, bei der Umsetzung der Ziele des Generationen-Netzwerkes mit meinem Geben und Nehmen mitwirken zu können.

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